Menu

Collages

HALTLOS IM EIS

Richard Berdahl war ein gelernter Kartograf aus Giswil, einem kleinen Ort im Kanton Obwalden der Schweiz. Als Professor an der Hochschule in Bern prägte er den Schülern den menschlichen Umgang mit der Natur ein.

Berdahl beteiligte sich an reichlich Lehrfahrten und Expeditionen. Er liebte das Abenteuer, war viel unterwegs und kaum zu Hause, wo seine Ehepartnerin Wache hielt und sich nunmehr seit drei Jahren um deren gemeinsames Kind sorgt.
Monatlich den Geldwert einzutreiben, der es ermöglichte, die Familie zu ernähren und die Expeditionen zu subventionieren, gestaltete sich schwierig, doch war es sein größter Traum, eines Tages das höchste Bollwerk der Antarktis zu bezwingen, den Mount Vinson.

Mit zwei alten Freunden studierte Berdahl über einige Jahre eine neue, bisher unbekannte Route, die zu dem Berg führen soll. Der Augenschein, eine bessere Strecke als die bisherige zu entdecken, maskiert auf der über einhundert Kilometer langen Route Gefahren wie Stürme und unberechenbare Kälte. Dennoch brach das Kollektiv im Mai 1978 auf.
Reichlich bepackt und mit dem nur zu erahnenden Blick auf das Massiv folgen sie der Kompassnadel über steile Gefälle, Gletscher und Gipfelketten. Auf weiterem Wege erschweren sich jedoch die Umstände enorm und es ziehen verheerende Schneestürme auf — mit Kristallen, die vom Wind so angefacht werden, dass sie mit einer Geschwindigkeit von fast 300 km/h auf das Gesicht peitschen.

Nachdem das Unwetter den Männern über mehrere Tage keine Atempause ließ, waren sie alsbald am Ende ihrer Kräfte. Die vorhandene Kleidung gab dem Körper bei den gegenwärtigen Temperaturen nicht genügend Schutz und die schwierige Sicht machte sie ungläubig auf dem richtigen Pfad zu sein. Im Kampf mit der Natur ging es weder vor noch zurück und es bot sich keine Möglichkeit, dem Unglück zu entfliehen.

This is a unique website which will require a more modern browser to work!

Please upgrade today!